Biometrische Daten sind mit speziellen technischen Verfahren gewonnene Daten zu körperlichen, physiologischen oder verhaltenstypischen Merkmalen, die eine eindeutige Identifizierung einer Person ermöglichen oder bestätigen.
Beispiele
Typische biometrische Daten sind Fingerabdrücke, Gesichtsgeometrie, Iris- und Venenmuster sowie Stimm- oder Tippverhalten, sofern sie technisch ausgewertet werden.
Ein gewöhnliches Foto ist nicht automatisch ein biometrisches Datum. Das ist es erst, wenn es mit speziellen technischen Mitteln verarbeitet wird, etwa durch eine Gesichtserkennungssoftware.
Rechtliche Folgen
Werden biometrische Daten zur eindeutigen Identifizierung verarbeitet, gehören sie zu den besonderen Kategorien personenbezogener Daten. Die Verarbeitung ist dann nur unter den Voraussetzungen des Art. 9 Abs. 2 DSGVO zulässig, häufig nur mit ausdrücklicher Einwilligung.
Im Arbeitsverhältnis, etwa bei Zeiterfassung per Fingerabdruck, ist besondere Zurückhaltung geboten, da regelmäßig mildere Mittel zur Verfügung stehen.
Rechtsgrundlagen
- Art. 4 Nr. 14 DSGVO
- Definition biometrischer Daten.
- Art. 9 Abs. 1 DSGVO
- Biometrische Daten zur eindeutigen Identifizierung als besondere Kategorie.
- Erwägungsgrund 51 DSGVO
- Lichtbilder gelten nur bei spezieller technischer Verarbeitung als biometrische Daten.