IP-Adresse

Datenschutz-Glossar · 1 Minute Lesezeit

Eine IP-Adresse ist eine numerische Kennung, über die ein Gerät in einem Netzwerk wie dem Internet adressiert wird, und kann ein personenbezogenes Datum sein.

Personenbezug von IP-Adressen

Statische IP-Adressen sind einem Anschluss dauerhaft zugeordnet und deshalb regelmäßig personenbezogen. Dynamische IP-Adressen wechseln, können aber ebenfalls personenbezogen sein.

Der EuGH hat mit Urteil vom 19. Oktober 2016 (C-582/14, Breyer) entschieden, dass eine dynamische IP-Adresse für einen Websitebetreiber ein personenbezogenes Datum ist, wenn er über rechtliche Mittel verfügt, die Person mithilfe des Internetzugangsanbieters bestimmen zu lassen.

Praktische Folgen

Jeder Websiteaufruf überträgt die IP-Adresse an den Server und an eingebundene Drittdienste wie Schriftarten, Karten oder Videos. Für jede dieser Übertragungen braucht es eine Rechtsgrundlage.

Die Speicherung in Server-Logfiles zur Gewährleistung der Sicherheit lässt sich in der Regel auf berechtigte Interessen stützen, sollte aber zeitlich begrenzt werden.

Rechtsgrundlagen

Art. 4 Nr. 1 DSGVO
Definition personenbezogener Daten und der Identifizierbarkeit.
Erwägungsgrund 30 DSGVO
Online-Kennungen wie IP-Adressen als mögliche Grundlage einer Identifizierung.
Art. 6 Abs. 1 lit. f DSGVO
Berechtigtes Interesse, etwa für Server-Logfiles.

Stand: September 2026

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Dr. Georg Schröder, LL.M. · Geschäftsführer, Rechtsanwalt, Datenschutzbeauftragter

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